Vermögensaufbau für Selbstständige

Vermögensaufbau für Selbstständige – wenn niemand sonst für Sie vorsorgt

Sie tragen Ihr unternehmerisches Risiko – und meistens auch das Ihrer Altersvorsorge. Was fehlt, ist selten die Disziplin. Was fehlt, ist ein tragfähiges Konzept, das schwankende Einkommen aushält und nicht von der nächsten Steuererklärung umgeworfen wird.

≈ 30 % der Selbstständigen haben keine systematische AltersvorsorgeEine Studie der Deutschen Rentenversicherung zeigt: rund 3 von 10 Selbstständigen in Deutschland verfügen über keinerlei nennenswerte private Altersvorsorge. Die gesetzliche Rente entfällt oder ist marginal.Quelle: Deutsche Rentenversicherung Bund, Forschungsdaten 2022/2023

1 % p.a. all-in inkl. MwSt. · ungebundener Vermögensverwalter Reuss Private Bank · Depotbank FFB · § 15 WpIG

Bekannt aus Focus Money Top Versicherungsmakler AssCompact Fachmagazin Businesstalk am Kudamm WhoKnows Datenbank
Was wir oft hören

„Im operativen Geschäft bin ich gut – beim eigenen Geld komme ich nicht ins Tun.“

Sie wissen genau, wie viel Ihr Geschäft im Q3 gemacht hat. Sie kennen Ihre wichtigsten KPIs auswendig. Sie können einen Quartalsabschluss in 20 Minuten lesen. Und auf dem Geschäftskonto liegen 70.000 EUR – „bis ich weiß, ob ich dieses Jahr was investieren muss“.

Das ist nicht Zufall. Selbstständige denken in Liquiditätsreserven – das ist klug und überlebenswichtig. Aber irgendwann wird die Reserve so groß, dass sie nicht mehr reserviert, sondern verloren wird. An Kaufkraft, an Vorabpauschale, an verpasster Zeit.

Konzeptionelle Honoraranlageberatung trennt das klar: was bleibt als Betriebsliquidität (Cashflow-Risiko), was bleibt als private Liquiditätsreserve (Lebensrisiko), was wird als langfristiges Vermögen aufgebaut. Wir arbeiten dabei nach § 34h GewO – Honorar vom Mandanten, keine Provision vom Produkthersteller.

Selbstständige verlieren nicht an Märkten – sie verlieren an der Reserve, die nie eingesetzt wird.

Worauf es ankommt

Fünf Fehler, die wir bei Selbstständigen besonders häufig sehen

Aus der Beratungspraxis – fünf Konstellationen, die fast immer aus zu viel Vorsicht oder zu wenig Trennung entstehen.

FEHLER 01 · BESONDERS KRITISCH

Keine systematische Altersvorsorge – „mein Geschäft ist meine Altersvorsorge“

Das funktioniert für etwa 15 % der Selbstständigen tatsächlich – wenn das Geschäft am Ende verkauft werden kann. Für die anderen 85 % ist es eine teure Illusion.

Konzeptionell: Geschäftswert ist nicht Vermögenswert, bis er liquidiert ist. Und genau das gelingt vielen nicht – aus Markt-, Gesundheits- oder Familiengründen. Ein separat aufgebautes Vermögen ist die Versicherung gegen das Scheitern dieser Annahme.

FEHLER 02 · BESONDERS KRITISCH

Rürup wird verkauft – ohne dass Sie das Konzept verstanden haben

Rürup (Basisrente) ist für eine Minderheit der Selbstständigen sinnvoll. Trotzdem wird er regelmäßig verkauft – oft als „die einzige steuerlich attraktive Lösung“.

Realität: Rürup ist gebunden, nicht vererbbar im klassischen Sinne, hat oft hohe Kosten und entspricht selten der Anlagestrategie, die ein:e Selbstständige:r eigentlich bräuchte. Wir empfehlen Rürup nur in genau passenden Fällen – und ohne Provision.

FEHLER 03 · WICHTIG

Private und betriebliche Liquidität laufen über ein Konto

Ein Konto, ein Cashpool, ein Bauchgefühl. Wenn das Geschäft Geld zieht, leidet die private Reserve. Wenn die private Reserve aufgebaut wird, klemmt das Geschäft.

Konzeptionell saubere Lösung: drei klar getrennte Töpfe – Betriebsliquidität (3–6 Monatsfixkosten), private Liquiditätsreserve (6 Monatsnetto), langfristiges Vermögen (Anlagestrategie). Erst dann startet die eigentliche Vermögensverwaltung.

FEHLER 04 · WICHTIG

Sparpläne werden in Auftragsdellen sofort pausiert

Q3 war schwach, also Sparplan auf Eis. Im Q1 läuft es wieder, „dann zahlen wir nach“. Die Nachzahlung passiert selten.

Konzeptionell: lieber von Anfang an eine moderate, durchhaltbare Sparrate als eine ambitionierte, die in jeder Delle pausiert wird. Ggf. mit jährlichem Sondereinzahlungs-Slot im starken Monat.

FEHLER 05 · WICHTIG

Keine Vorsorgevollmacht, kein Testament, kein klarer Übergang

Selbstständige denken über Geschäftsnachfolge nach – aber selten parallel über die persönliche Vorsorge. Im Fall der Fälle steht das Geschäft, weil niemand handeln darf.

Vermögensplanung schließt diese Lücken bewusst ein. Eine Vermögensverwaltung mit klarer Vorsorgevollmacht stellt sicher, dass im Fall der Fälle nicht beides gleichzeitig kippt.

Anonymisiertes Beispiel aus der Beratung

Herr T., 44, IT-Freelancer, GmbH, ca. 130.000 EUR Jahresgewinn nach Geschäftsführer-Gehalt

Ausgangslage: 110.000 EUR auf dem Geschäftskonto, 25.000 EUR auf dem Privattagesgeld, ein 2015 abgeschlossener Rürup (Kosten 1,8 % p.a.), kein zusätzlicher Vermögensaufbau, Lebensgefährtin Mutter eines Kindes (privat versichert).

Vorgehen: 60.000 EUR Betriebsliquidität blieben auf dem Geschäftskonto (4 Monatsfixkosten Puffer). Aus dem Privatvermögen wurden 18.000 EUR als private Reserve gehalten. 57.000 EUR flossen gestaffelt über 6 Monate in eine Globale Index Strategie 70/30. Rürup wurde beitragsfrei gestellt (nicht gekündigt – das wäre teurer gewesen). Zusätzlich monatlicher Sparplan 800 EUR.

Effekt nach 24 Monaten: Das Geschäftskonto liegt jetzt strukturell bei 50.000 EUR und wird vierteljährlich kontrolliert. Überschüsse wandern automatisiert in den Sparplan. Herr T. denkt nicht mehr „ob“ – er hat einen Prozess.

Lebensphasen

Selbstständigkeit in fünf Phasen

Vermögensplanung folgt dem Unternehmenszyklus – nicht dem Kalender.

PHASE 01

Startup-Phase (1–3 Jahre)

Liquidität, Liquidität, Liquidität. Vermögensaufbau frühestens, wenn das Geschäft trägt. Kleiner symbolischer Sparplan (100 EUR/Monat) hilft beim Habit.

PHASE 02

Stabilisierung (3–7 Jahre)

Geschäftsmodell trägt. Erste klare Trennung Privat/Betrieb. Sparrate spürbar hochfahren (typisch 10–15 % des Privat­einkommens).

PHASE 03

Wachstum (7–15 Jahre)

Höchste Einkommen, oft Mitarbeiter, oft GmbH-Strukturen. Konzept braucht Steuer- und Haftungssicht. Vermögensverwaltung läuft im Hintergrund.

PHASE 04

Konsolidierung (15–25 Jahre)

Vermögen wächst, Geschäftsdynamik nimmt manchmal ab. Erste Übergabe-/Verkaufsfantasien. Vermögen unabhängig vom Geschäft positionieren.

PHASE 05

Übergabe & Auszahlphase

Geschäft verkaufen, übergeben, abwickeln. Erlös strukturieren, Auszahlpläne kalkulieren, Generationenwechsel vorbereiten.

Typische Konstellationen

Selbstständigen-Profile, mit denen wir besonders viel arbeiten

Freelancer in IT & Beratung

Hohe Tagessätze, kein Versorgungswerk, Konzept mit klarem Trennstrich Betrieb/Privat.

Inhabergeführte GmbH (1–20 MA)

GF-Gehalt plus Gewinnausschüttung. Konzept mit Holding-/Pensionszusagen-Sicht.

Kreativ- & Medienschaffende

Schwankendes Einkommen, oft KSK. Konzept mit kleinerer, aber konstanter Sparrate.

Heilberufe in eigener Praxis

Versorgungswerk plus Praxis-Cashflow. Konzept mit klarer Praxis-/Privatabgrenzung.

Handwerksbetriebe

Hohe Investitionsbedarfe, langjähriges Engagement. Konzept mit Betriebsliquiditäts-Fokus.

E-Commerce & Online-Business

Volatile Umsätze, hohe Skalierung möglich. Konzept mit robuster Reservenlogik und Lifestyle-Trennung.

Was wir konkret tun

Investifant – die Online-Vermögensverwaltung von fairfinanzplan

Investifant ist unser Online-Mandat für Privatdepots – konzipiert von Finanzen fairstehen FDL GmbH, verwaltet von Reuss Private Bank für Wertpapierhandel AG (BaFin, § 15 WpIG), verwahrt bei der FFB – FIL Fondsbank GmbH.

Für Selbstständige typisch: Privatdepot in der Globalen Index Strategie oder Dimensional Core Plus Wealth. Für GmbH-Geschäftsführer:innen prüfen wir zusätzlich, ob Pensionsrückstellungen oder Holding-Strukturen sinnvoll sind – dann ggf. mit Steuerberatung gemeinsam.

Konditionen: 1 % p.a. all-in inkl. MwSt. auf den Jahresdurchschnittswert. Depotgebühr FFB 0,2 % (gedeckelt 45 EUR p.a.). Keine Ordergebühren, keine Performance Fee.

Quellen & Belege
Wer Sie betreut

Ihre anbieterunabhängigen Honoraranlageberater

Drei Berater:innen, ein Konzept: Honorarvergütung statt Produktprovision, gesetzlich verankert in § 34h GewO. Kein Druck, etwas zu verkaufen. Vergütung kommt vom Mandanten, nicht vom Produkthersteller.

Bernd Krause
Bernd KrauseGeschäftsführer · § 34h

Honoraranlageberater nach § 34h GewO, Autor „Der Finanzplaner für Akademiker". Onlineberatung seit 2014. Verantwortlich für Konzept und Strategie der Investifant-Portfolios.

Foto folgt
Beraterin 2Honoraranlageberatung

Spezialisierung auf Vermögensaufbau, Altersvorsorge und Erbschaftsplanung. Begleitet Mandanten ganzheitlich in allen Lebensphasen.

Foto folgt
Berater 3Honoraranlageberatung

Fokus auf Selbstständige, Akademiker:innen in der Konsolidierungsphase und Vermögensübertragung. Begleitet Mandate im DACH-Raum.

Häufige Fragen

Häufige Fragen von Selbstständigen

Brauche ich überhaupt Vermögensaufbau – mein Geschäft ist doch meine Altersvorsorge?

Für etwa 15 % unserer selbstständigen Mandanten trägt das. Für die anderen 85 % ist es eine Annahme, die im Ernstfall nicht hält – Marktwandel, Gesundheit, Nachfolgekonflikte.

Konzeptionell sinnvoll: das Geschäft als operativen Ertragsmotor, ein separates Vermögen als Versicherung gegen Annahmen.

Lohnt sich Rürup für mich?

Selten. Rürup lohnt sich für Selbstständige mit sehr hohen, stabilen Einkommen, hohem Grenzsteuersatz, Sicherheitsbedürfnis bei der Vorsorge – und dem expliziten Wunsch nach Bindung. Das trifft auf einen kleinen Teil zu.

Für die meisten Selbstständigen ist eine ungebundene Vermögensverwaltung flexibler, vererbbarer und steuerlich oft kaum nachteiliger.

Wie kann ich mit schwankenden Einkommen sparen?

Konzept: niedrige, garantiert durchhaltbare Basis-Sparrate plus jährlicher Sondereinzahlungs-Slot, wenn ein gutes Geschäftsjahr abgeschlossen ist. Statt jeden Monat zu zittern, ob „dieses Mal noch geht“.

Können Sie auch GmbH-Vermögen verwalten?

Investifant ist auf Privatdepots ausgerichtet. Für GmbH-Vermögen (Geschäftsguthaben, Beteiligungen, Pensionsrückstellungen) prüfen wir individuell, ob sich eine Anlage in Wertpapieren über das Betriebsvermögen lohnt – inkl. Steuerberatung gemeinsam. Das ist nicht Standard, aber möglich.

Wie wirkt sich eine Geschäftsdelle auf meinen Sparplan aus?

Pausieren oder Reduzieren ist jederzeit möglich – ohne Strafzahlung. Wichtiger ist aber die Konzept-Vorabsprache: bei welcher Auftragsentwicklung wird reduziert, bei welcher pausiert – und vor allem: wann wird wieder hochgefahren?

Was passiert mit dem Vermögen, wenn ich plötzlich nicht mehr handlungsfähig bin?

Vermögensverwaltung läuft strategisch weiter – ohne Eingriff von Ihnen. Mit Vorsorgevollmacht greift Ihre vorab benannte Person auf das Depot zu. Genau diese Lücke schließt eine Vermögensverwaltung systematisch – etwas, das ein Einzelinvestor selten so sauber regelt.

30 Minuten – Konzept statt Produkt

Im Erstgespräch klären wir: welche Töpfe brauchen Sie als Selbstständige:r? Welche Sparrate trägt? Wie wird Rürup richtig eingeordnet? Telefonisch oder per Video, ohne Verkaufsdruck.

Oder direkt anrufen: 06341 6814230 · hallo@finanzen-fairstehen.de