Wie wir Geld anlegen – und warum auf diese Weise
Eine Vermögensverwaltung ist nur so gut wie die Methode, die dahinter steht. Hier finden Sie die methodischen Grundlagen des fairfinanzplan-Modells – nüchtern erklärt, mit Quellen und konkreten Zahlen. Vier Bausteine, die zusammen die Mechanik dieses Mandats ergeben.
Über 20-Jahres-Zeiträume haben 90 bis 95 Prozent der aktiv gemanagten Aktienfonds ihren Vergleichsindex nicht geschlagen. Welche der wenigen Sieger Sie heute kaufen, können Sie heute nicht wissen. Eine Methode wird wichtiger als ein Manager – und genau darum gehen wir hier in die Tiefe.
Quelle: SPIVA Europe Year-End Scorecards, S&P Dow Jones Indices, 20-Jahres-Auswertung
Wenn Sie wissen wollen, was wirklich passiert
Vielleicht haben Sie es selbst erlebt: Sie sitzen in einem Anlagegespräch, hören Begriffe wie „strukturiertes Mandat" oder „regelbasiertes Investieren", und am Ende sind Sie genauso unsicher wie am Anfang, was eigentlich genau passiert. Die meisten Anbieter erklären ihre Methodik nicht – weil sie entweder keine haben oder weil sie hoffen, dass Sie nicht fragen. Bei einer echten Vermögensverwaltung können und sollten Sie nachfragen: Welche Regeln steuern meine Anlage? Wer verändert sie wann? Welche Wissenschaft steht dahinter?
Auf den Methodik-Seiten finden Sie unsere Antworten – nicht als Marketing-Erklärung, sondern als nachvollziehbare Mechanik. Wenn Sie nach dem Lesen weiterhin Fragen haben, ist das genau der Punkt, an dem ein Erstgespräch sinnvoll wird.
Was Sie hier finden
Jeder dieser Bausteine wird auf einer eigenen Seite ausführlich erklärt – inklusive Hintergrund, konkreten Werten und der Logik, warum wir genau so arbeiten. Wenn Sie sich systematisch in unsere Architektur einarbeiten möchten, ist die Reihenfolge unten ein guter Pfad. Wer eilig ist, springt direkt zur jeweils interessantesten Frage.
Großhandelspreise für ETFs
Warum institutionelle Anteilsklassen 0,1–0,3 % günstiger sind als Privatanleger-Tranchen – und wie Sie über eine Vermögensverwaltung in diese Klassen kommen. Mit Rechenbeispiel über 25 Jahre.
Großhandelspreise lesen 02§ 15 WpIG: echte Vermögensverwaltung
Was die Erlaubnis nach § 15 Wertpapierinstitutsgesetz tatsächlich bedeutet – und worin sie sich von § 34f, § 34h und Bezeichnungen wie „Vermögensberater" unterscheidet.
§ 15 WpIG verstehen 03Faktor-Investing erklärt
Size, Value, Profitability – die empirischen Faktorprämien aus der Fama-French-Forschung, die hinter den Dimensional-Strategien stehen. Wissenschaftlich fundiert, ehrlich kommuniziert auch in den Phasen, in denen Faktoren nicht laufen.
Faktor-Investing lesen 04Rebalancing als Renditequelle
Warum quartalsweises Rebalancing nicht nur Risiko begrenzt, sondern langfristig zur Rendite beiträgt – und wie Reuss Private Bank das diszipliniert umsetzt, ohne Sie damit zu belästigen.
Rebalancing verstehenEine Methode ist keine Garantie – aber sie ist überprüfbar
Vergiss nicht: Vermögensverwaltung ist kein Versprechen auf eine bestimmte Rendite. Niemand kann das in Aussicht stellen, und wer es trotzdem tut, sollte umgehend Misstrauen wecken. Was eine seriöse Vermögensverwaltung kann, ist eine Methode dokumentieren – also offenlegen, nach welcher Logik Anlageentscheidungen getroffen werden, welche wissenschaftliche Grundlage dahinter steht und welche Risiken explizit nicht abgesichert sind.
Genau das tun wir auf diesen Methodik-Seiten. Sie können danach für sich selbst entscheiden, ob die Methode zu Ihrem Anspruch passt. Wenn ja: zurück zum Hub und Strategie wählen. Wenn nein: ehrliche Auskunft ist auch ein Mehrwert. Es muss nicht jeder zu uns passen.
Ihre Honoraranlageberater bei fairfinanzplan
Die Methodik wird nicht nur dokumentiert – sie wird auch gelebt. Hier wer Ihnen im Alltag gegenübersitzt.
Bernd Krause
Seit 2005 in der Finanzbranche, Autor von „Der Finanzplaner für Akademiker", Honoraranlageberater nach § 34h GewO. Onlineberatung seit 2014.
Berater 2
Berater 3
Zur Methodik
Warum brauche ich überhaupt eine Methodik – reicht nicht eine gute Empfehlung?
Eine Methodik ist überprüfbar, eine Empfehlung nicht. Mach dir bewusst: Wenn Ihr Anlageberater krank wird, in Rente geht oder die Strategie ändert, sollte Ihre Anlage trotzdem nachvollziehbar weiterlaufen. Eine dokumentierte Methode macht das möglich – sie ist unabhängig von einzelnen Personen.
Sind die vier Bausteine wissenschaftlich belegt?
Ja, zumindest in unterschiedlicher Tiefe. Faktor-Investing hat den stärksten akademischen Beleg (Fama-French, Nobelpreis 2013). Großhandelspreise sind regulatorische Realität (Anteilsklassen-Konzept). § 15 WpIG ist deutsche Aufsichtsrechtsgrundlage. Rebalancing ist seit William Bernsteins Studien Mitte der 1990er empirisch dokumentiert.
Was ist mit Themen-ETFs, Krypto, alternative Investments?
Nicht Teil unserer Methodik. Wir konzentrieren uns auf das, was empirisch über lange Zeiträume funktioniert hat – das schließt Themen-Wetten und spekulative Anlageklassen aus. Wenn Sie diese als Sondersituation halten möchten, ist das Ihre Sache – aber nicht Teil des Vermögensverwaltungs-Mandats.
Wird die Methodik weiterentwickelt?
Ja, aber konservativ. Anlageausschuss von Reuss Private Bank prüft regelmäßig neue akademische Erkenntnisse. Änderungen werden dokumentiert und Mandanten kommuniziert. Was sich nicht ändert, ist die Grundphilosophie: regelbasiert, wissenschaftlich fundiert, transparent.
Welche Methodik-Seite sollte ich zuerst lesen?
Wenn Sie Vanguard-orientiert sind: erst Großhandelspreise. Wenn Sie Dimensional-interessiert sind: erst Faktor-Investing. Wenn Sie Lizenz-/Trust-Fragen haben: erst § 15 WpIG. Wenn Sie das ganze Bild wollen: in der oben angegebenen Reihenfolge 01–04.
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Methode verstanden. Mandat möglich.
Wenn Sie mit der Methodik vertraut sind und in die Praxis wollen, ist der Adviser der nächste Schritt. Oder Sie schreiben uns vorher – wir antworten verbindlich.
